Gruna

Panorama Rittergut Gruna

Der Gutshof des ehemaligen Rittergutes

 

Dorfplatz Kirche Gruna

Der Dorfplatz mit der Radfahrerkirche und der ehemaligen Schule (Bildmitte)

 

 

 

In der idyllischen Muldenaue, inmitten von Wiesen und Wäldern, liegt der kleine Ort Gruna, was soviel bedeutet wie „grüne Aue“. Damals siedelten hier die Menschen, weil der fruchtbare Auenboden eine optimale Anbaufläche bot und der Wald zahlreiches Wild hegte. Auf den Weiden gab es saftiges Gras für das Vieh, die Mulde lieferte sowohl das benötigte Wasser als auch viele Fischarten. Sie ist einer der wenigen Flüsse, welcher auch heute noch so naturbelassen, mit seinen ursprünglichen Windungen, durch unsere Region fließt. Ein besonderes Erlebnis bietet sich hier für Schlauchboot- und Kanufahrer, da es sich um einen der schnellsten Flüsse Europas handelt, der in seiner ursprünglichen Form, auch zahlreiche Tier- und  Pflanzenarten zeigt, bekommt man den Eindruck, als wäre man zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort. Hier am Rande der Dübener Heide pendelt die einzige Personenfähre Nordsachsens zwischen den Orten Gruna und Hohenprießnitz auf der Mulde. Diese Fährverbindung besteht schon seit 1806. Zuvor im Jahre 1378 wurde hier erstmals urkundlich eine Brücke erwähnt, die jedoch mehrfach durch Hochwasser und Eisgang beschädigt oder zerstört wurden war. Sie stand bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts und diente den hier ansässigen Adelsleuten als direkter Übergang zu ihren Besitztümern der umliegenden Orte. Die Adeligen hatten das Recht Brückenzoll zu verlangen, es waren Bierwagen, Getreidewagen, Rollwagen, Holzwagen, Hopfwagen, auch einspennige, zweispennige, dreispennige Salz- und Krämerwagen sowie Landvieh und andere Güter, die diese Brücke passierten. Heute nutzen viele Radfahrer und Wanderer die Personenfähre als Mulde-Übergang. Das in der Nähe stehende, sogenannte Fährhaus wurde um 1840 erbaut und läd noch heute zahlreiche Besucher zur Rast und guten sächsischen Küche ein.


Ein beeindruckendes Bauwerk ist der gotische Wehrturm, welcher damals zur Sicherung des Muldeübergangs und den Einwohnern als Zufluchtsort vor Plünderern und kriegerischen Auseinandersetungen diente. Auf der damaligen Wasserburg, auf der der Turm errichtet wurde, lebten zu jener Zeit Adelige und Rittersleute, welche gern in großer Runde Feste feierten. Jedoch gab es auch hier die ein oder andere schauerliche Überlieferung, zum Beispiel als einer der Adligen von einem Verwandten auf dem Hofe der Burg erstochen wurde oder ein anderer bei schlechter Sicht in die Mulde stürzte und ertrank. Viele interessante Geschichten erzählt auch die im Jahre 1715 neu erbaute Kirche, welche seit Mai 2010 als 19. Radfahrerkirche Deutschlands für Besucher geöffnet ist. Desweiteren dient sie den Besuchern zur Andacht und als Ruhepunkt. Sie wurde wie der gesamte Ort von dem Jahrhundert-Hochwasser im Jahre 2002 schwer getroffen und in jahrelanger Arbeit wieder restauriert. Auch das Dorf wurde wieder rundum erneuert und erstrahlt wieder in neuem Glanz.


Nun schlängelt sich die Mulde auch heute noch ganz nah am Ort vorbei und weckt so manche Erinnerung an frühere Zeiten. Nach Überquerung der Mulde erreicht man den Schloßpark Hohenprießnitz, welcher um 1790 im englischen Stil angelegt wurde. Das Barockschloß, welches auch heute noch zu sehen ist, befindet sich an der Hauptsichtachse des Schloßparks. Viele künstlerisch gestaltete Elemente wurden im Schloßpark eingebracht. Unter anderem Brücken, Treppen, Aussichtspunkte, Sichtachsen, Wege, Denkmäler und Gewässer.
Der schönste Ausblick ist vom Lusthausberg in östliche Richtung mit Blick in die Muldeaue zu genießen.
 

 

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letzte Aktualisierung:

22.04.2015 02:38:09

 

 

 

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