Brücke & Fähre in Gruna

 

Die einzige Personenfähre über die Mulde in Nordsachsen.

Früher wurde die Fähre größtenteils durch die berufstätige Bevölkerung genutzt. Dies war und ist die kürzeste Verbindung zwischen Hohenprießnitz und Gruna.

Bis zur nächsten Muldebrücke in Bad Düben bzw. Eilenburg sind es 9 bis 10 km.

 

Im Jahre 1378 wurde erstmals eine Brücke in Gruna erwähnt. Die adligen Besitzer hatten das Recht zur Brückenzoll-Einnahme von Bierwagen, Getreide-, Holz-, Kohlen-, Kupfer-, Hopfwagen mit ein-, zwei- und dreispännigen Salzwagen und Krämerwagen. Auch Landvieh wurde über die Brücke getrieben.

 

Große Überschwemmung im Jahre 1480 „fast alle Brücken und Mühlen zerbrochen und hinweg geschwemmt“.

Infolge von Hochwasser und Eisgang wurden die Brücken oft zerstört.

 

Eine alte Karte beweist, daß es um 1600 schon eine Fähre gab. In einer Urkunde wird im Jahre 1734 der Brückenzoll noch erwähnt.

1806 wurde die letzte Brücke von preussischen Truppen zerstört, diese stand in der Nähe der alten Gruna'schen Schiffmühle (nahe der jetzigen Fähre).

 

Danach wurde die Brücke durch eine Fähre ersetzt.

 

Um 1813 wurde die Fähre von der preussischen Armee mitten entzwei gehackt, die gegen Napoleon in den Krieg zog.

Später wurde sie wieder neu erbaut.

 

1832 wurde die Gaststätte "Fährhaus" durch den Grafen "von Hohenthal" erbaut.

 

Im Jahre 1861 wurde eine neue Wagenfähre erbaut und man betrieb daneben noch einen Holzkahn.

Im Jahre 1894 musste die Wagenfähre durch eine neue ersetzt werden.

Wagenfähre Gruna Mulde

1945 wurde die Wagenfähre durch Handgranaten der deutschen Wehrmacht schwer beschädigt.

 

Ab 1955 gab es wieder eine Wagenfähre von 12m Länge und 4m Breite.

Anfang der 60er Jahre wurde diese neu gebaut und zu dieser Zeit baute man auch die Personenfähre "Gruna I".

Diese war für 10 Personen zugelassen, sowie auch für Fahrräder und Kleinkrafträder.

 

1974 wird die Wagenfähre aus dem Betrieb genommen.

 

1981 wird die Personenfähre "Gruna II" neu erbaut und Anfang Juni eingeweiht.

 

Am 1. Mai 1992 wird die heutige neu erbaute Personenfähre zu Wasser gelassen.

Logo Fähre Gruna
Wasser

 

Bei dem Jahrhunderthochwasser im Jahre 2002 hat sich die Fähre losgerissen und wurde 600m weit weggetrieben, später zog man sie über Land wieder an die ursprüngliche Stelle.

 

In der heutigen Zeit wird die Fähre überwiegend von Wanderern und Fahrradfahrern genutzt. Sie verbindet den Muldetal-Radwanderweg und ist die Anbindung an die Dübener Heide. Bis zu 12 Personen mit Fahrrad oder 20 Personen ohne Fahrrad können gleichzeitig auf das andere Ufer gebracht werden.

 

Die Fähre wird vom Fährhaus betrieben, der Eigentümer ist die Gemeinde Laußig. Diese bemüht sich stets mit großen Anstrengungen, den Fährbetrieb aufrecht zu erhalten.

 

 

 

 

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letzte Aktualisierung

24.03.2016 19:56:11

 

 

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